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Bis heute sind die Stadtkirchen

stadtbildprägende Orientierungspunkte

Propsteikirche, kath. Pfarrkiche St. Johannes Baptist

Die heutige kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist am Propsteihof zwischen Silberstraße und Schwarze-Brüder-Straße gelegen. Die Kirche schließt an den Hof des Katholischen Centrums, der als ruhiger Ort inmitten der trubeligen Stadt an das ehemalige hier gelegene Dominikanerkloster erinnert. Von der Klosteranlage selbst hat sich kaum etwas erhalten. Bereits 1309 hatten die Dominikaner das Privileg erhalten, sich als zweiter Bettelorden nach den Franziskanern in Dortmund anzusiedeln. Doch erst 1330 gelang es dem Predigerorden sich gegen die Widerstände der Dortmunder durchzusetzen und eine Kapelle zu bauen. Es folgte der Bau der Klosteranlage mit Kirche. 1354 konnte der Chor geweiht und 1458 die Kirche vollendet werden. Die Dominikaner wurden zu einem selbstverständlichen Teil der Stadtgesellschaft und nahmen ihre Aufgabe in der Predigt und Jenseitsfürsorge wahr. Drei Bruderschaften waren zudem an die Klosterkirche angeschlossen. Im Zuge der Säkularisierung wurde das Kloster 1816 aufgelöst und die Klosterkirche zur Pfarrkirche. Während der Bombenangriffe auf Dortmund im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beinahe vollständig zerstört. Die Restaurierungsarbeiten nach dem Krieg dauerten bis in die 1960er Jahre an. Die Kirche erhielt eine neu gestaltete Fassade im Westen mit Fensterrose, Langhaus und Chor wurden wieder vervollständigt. 1986 wurde das Katholische Centrum für Einrichtungen und Dienste der katholischen Kirche in Dortmund erbaut. Die Kirche ist seitdem in den Gebäudekomplex integriert.

Weitere Informationen zur Propsteikirche finden Sie hier.

Die Ausstattung der Propsteikirche

Wie in den Ev. Stadtkirchen St. Reinoldi und St. Marien befindet sich auch in der Propsteikirche ein mittelalterliches Altarretabel an dem Ort, für den es ursprünglich geschaffen wurde. Das Werk ist dem aus Wesel am Niederrhein stammenden Maler Derick Baegert zuzuordnen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat er es um 1470-1490 für die Propsteikirche im Auftrag des Klosters angefertigt. Während der Passionszeit vor Ostern können Sie den Altar im zugeklappten Zustand sehen. Die Werktagsseite zeigt die Ordensheiligen der Dominikaner. Die Festtagsseite, das ist das Altarretabel in geöffnetem Zustand, zeigt einen figurenreichen Kalvarienberg auf der Mitteltafel, eine Heilige Sippe auf dem linken und die Anbetung der Hl. Drei Könige auf dem rechten Altarflügel. Die Figuren sind lebendig dargestellt und weisen in ihrer Kleidung auf die Entstehungszeit des Retabels hin. Während der Himmel in prachtvollem Gold glänzt, ist hinter den Figuren eine Landschaft mit Stadtsilhouetten dargestellt. Die älteste Ansicht der Stadt Dortmund entdecken Sie über der Mariendarstellung auf dem linken Altarflügel. Die Stadt Dortmund wurde so für die Dominikaner Schauplatz des Heilsgeschehens. An der Westseite der Kirche finden Sie die erhaltenen Flügel eines Altares der Rosenkranzbruderschaft mit Szenen, die auf die Ordensgründung der Dominikaner verweisen. Beachten Sie auch den Marienleuchter im rechten Seitenschiff. Das Gehäuse wurde um 1523 von Berthold Smet aus Lüdinghausen geschmiedet, die Madonna dürfte zur selben Zeit wie das Hochaltarretabel entstanden sein.

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